Umwelt und Sicherheit

Maßnahmen im Bereich Umwelt und Sicherheit sind insbesondere auf die Entwicklung und nachhaltige Sicherung gesunder Rahmenbedingungen, wie Raum und Luft sowie auf eine sichere Arbeits- und Lernumgebung gerichtet und bedienen damit:

Programm ÖKOLOGisierung von Schulen – Bildung für Nachhaltigkeit

 

 

 

Die Vision von ÖKOLOG ist eine ökologisch, sozial sowie wirtschaftlich nachhaltige Gestaltung des Lebensraums Schule, an der alle mitwirken und bereit sind, dafür Verantwortung zu übernehmen.

Ökologisierung von Schulen bedeutet die Gestaltung dauerhafter, nachhaltiger Lebensqualität für an der Schule. ÖKOLOG-Schulen sind Modellschulen für eine nachhaltige, umweltbewusste und qualitätsvolle Schulentwicklung und Lernumgebung. Sie setzen Schritt für Schritt Maßnahmen auf der:

a) pädagogischen Ebene zur Gestaltung anregender und sinnstiftender Lernerfahrungen und zur Förderung ökologisch vertretbarer Haltungen, Denkweisen und Handlungen innerhalb der Schulen, in den Familien und Gemeinden der Schüler/innen,

b) sozialen Ebene zum Aufbau und zur Pflege einer Kultur der Kommunikation und Entscheidungsfindung und eines sozialen Klimas, das von gegenseitiger Achtung und Anerkennung geprägt ist.

c) technisch-ökonomischen Ebene für einen ökologisch vertretbaren und ökonomischen Umgang mit Ressourcen. Die Entwicklungsziele können aufgrund der Vielfältigkeit der Maßnahmen nicht in einem Schuljahr realisiert werden, sondern brauchen Kontinuität über mehrere Jahre. Dies ist ein wichtiger Schlüssel für nachhaltige Schulentwicklung.

Bezug zur Gesundheitsförderung:
Ansprechen von Themen der Gesundheitsförderung im Grundkonzept und bei den Themen des Programms.

Link:
www.oekolog.at

Bildungsförderungsfonds für Gesundheit und Nachhaltige Entwicklung

 

 

 

 

 

Seit 1992 fördert das Bildungsministerium umweltorientierten und/oder gesundheitsfördernden Projektunterricht durch einen Fonds. Vor dem Hintergrund der ‚Österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie’ und der UN-Dekade ‚Bildung für eine nachhaltige Entwicklung’ stellt auch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Mittel für Bildungsprojekte bereit: Für ein Schulprojekt gibt es bis zu 500 Euro, für Schulen, die sich in einem ökologischen oder gesundheitsfördernden Netzwerk engagieren (z. B. ÖKOLOG oder Umweltzeichen für Schulen), bis zu 1.200 Euro und für außerschulische Projekte bis zu 10.000 Euro.

Die Kriterien, nach denen eine Kommission die Projekte beurteilt, sind so gewählt, dass sie Hilfe bei der Konzeption eines Projekts bieten und die Qualität des Projekts gewährleisten. Für den schulischen Bereich gibt es drei Einreichtermine pro Jahr, im außerschulischen Bereich werden die Förderungen einmal im Jahr vergeben.

Die besten Projektdokumentationen werden jährlich ausgezeichnet.

Bezug zur Gesundheitsförderung:
Unterstützung und Auszeichnung von Projekten zur Gesundheitsförderung seit 1995

Link:
www.bildungsfoerderungsfonds.at

Umweltzeichen für Schulen und Pädagogische Hochschulen

 

 

 

 

 

Das “Umweltzeichen für Schulen und Pädagogische Hochschulen“ zielt darauf ab, sowohl die ökologisch-technischen als auch die umweltpädagogischen sowie gesundheitsförderlichen Leistungen von Schulen auszuzeichnen.

Mit der seit 1. Juli 2014 in Kraft getretenen überarbeiteten Richtlinie zum Umweltzeichen wurden Kriterien für folgende Bereiche festgelegt: Umweltmanagement, Information und Soziales; Umweltpädagogik, Energienutzung und -einsparung, Bauausführung; Außenraum; Gesundheitsförderung, Ergonomie (incl. Gewicht der Schultasche, Lärmbelastung) und Innenraum; Verkehr und Mobilität; Beschaffung und Unterrichtsmaterialien; Ernährung inklusive Speisen- und Getränkeangebote; Chemische Produkte und Reinigung; Wasser, Abwasser, Abfallvermeidung und -reduktion.

Jährliche Informationsseminare für interessierte Schulen, Aus- und Weiterbildung für Umweltzeichen-Berater/innen und –Prüfer/innen in Zusammenarbeit mit BMLFUW, VKI und FORUM Umweltbildung, die Übernahme der Beratungskosten durch die jeweiligen Landesregierungen und der Prüfungskosten durch das Bildungsministerium unterstützen die Umsetzung.

Bezug zur Gesundheitsförderung:
Ein Drittel der Umweltzeichenkriterien betreffen Gesundheitsförderung mit Bereichen wie Ergonomie, Ernährung und Bewegung, Hygiene und Reinigung, Lärm und Schultaschengewicht, siehe
www.umweltzeichen.at/richtlinien/UZ-301-Schulen_Richtlinie_R6.0a_2014.pdf

Links:
www.umweltzeichen.at/cms/de/bildung/schulen/content.html
www.umweltbildung.at/index.php?id=1089

Projekt Learnscapes & Gender

Schulfreiräume sind wichtige Bewegungsräume, Lernorte und Treffpunkte für Mädchen und Burschen und werden auch geschlechterspezifisch genutzt. Die Schule entwickelt sich dynamisch vom „Unterrichtsraum“ zum ganztägigen „Lebensraum“ von Schüler/innen und Lehrer/innen weiter. Die Bedeutung der Schulfreiflächen für Unterricht, Freizeit und Sport an den Schulen nimmt dadurch zu und rückt immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Hintergrund und Vorgeschichte:

Am Beginn stand eine Reihe von internationalen Konferenzen des OECD Schulbauprogrammes: “School and the Environment”, Wien, 1992 und “Grounds for Celebration: On the Use of School Grounds for Learning”, Winchester, 1997 und die gemeinsame Konferenz mit internationalen Netzwork “Environment and School Initiatives ENSI ENSI (www.ensi.org) “Sustainable Future” in Linz, Austria, 1998, der die Erfahrungen der englischen Organisation „Learning through Landscapes” (www.ltl.org.uk) jeweils einen wesentlichen Beitrag bildete. Die weitere Geschichte in Kürze:

  • Seit 2000 Arbeitskreis „Schulfreiräume“ im Österreichischen Institut für Schul- und Sportstättenbau – ÖISS, an dem auch das Bildungsministerium seit Anbeginn aktiv mitwirkt
  • Fachtagung „Schulfreiraum – Freiraum Schule“ in Pöchlarn (2000)
  • Projekt „Learnscapes“ im Rahmen des Internationalen Netzwerks ”Environment and School Initiatives/ENSI (2000 – 2001)
  • Schwerpunktthema „Learnscapes“ im ÖKOLOG-Programm (2002 – 2004)
  • Forschungsprojekt zur Schulbaurichtlinie „Freiraumgestaltung“ (2003/04)
  • Pilotprojekt an der HIB Boerhaavegasse, 1030 Wien im Auftrag der BIG (2004 – 2007)
  • Forschungsprojekt „Schulfreiräume und Geschlechterverhältnisse“ im Auftrag des BMBF (2005 – 2007).
  • Pilotprojekt „Schulfreiräume und Geschlechterverhältnisse“ im Auftrag des BMBF (2007/2008).
  • Jährliche Fortbildungsmaßnahmen zu Learnscapes & Gender (seit 2009)
  • Neue Website-Präsentation der Themen auf der BMBF-Website (Links siehe unten)
  • Themenschwerpunkt im ÖKOLOG-Programm: „Schul(frei)räume gestalten und nutzen“ (2015 – 2017) mit Informationsangebot auf der ÖKOLOG-Website (Link siehe unten)

Zum Thema „Schulfreiräume“ gibt es nunmehr eine solide Basis an Wissen und Erfahrung. Wir stehen nun vor der Aufgabe und Herausforderung einer breiten Umsetzung im österreichischen Schulsystem.

Bezug zur Gesundheitsförderung:
Bewegung, soziale Begegnung und viele andere Aspekte der Schulfreiraumgestaltung und –nutzung sind ein Beitrag zur Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen.

Links:
www.bmb.gv.at/umweltbildung
www.bmb.gv.at/schulen/unterricht/prinz/ub/sfr/sfr_gender.html
www.oekolog.at/themen/schul-frei-raeume-gestalten-und-nutzen.html
www.schulfreiraum.com

Raumluft

 

 

 

 

 

Empfehlungen für eine bessere Raumluft in Schulklassen
für Schulen ohne kontrollierte Raumlüftung,
in Kooperation mit der Plattform MeineRaumluft.at

Schüler/innen und Lehrer/innen verbringen ca. 30 % –  50 % ihrer Tageszeit in der Schule. Es gibt viele Faktoren im Klassenzimmer, die die Lernbereitschaft und Aufmerksamkeit der Schüler/innen positiv oder negativ beeinflussen. Der Raumluft kommt dabei ein besonders hoher Stellenwert zu: Eine gute Raumluftqualität fördert die Konzentration und die Leistungsbereitschaft, eine schlechte Raumluftqualität kann zu Ermüdung und Leistungsabfall führen.

Die unten angeführten Richtlinien und Empfehlungen sollen, einen Beitrag zu einer besseren Luft in den Klassen leisten zu können und bieten Tipps und Denkanstöße. Zur Förderung des Verständnisses und der Aufmerksamkeit kann das Thema Raumluft mit seinen spezifischen Aspekten wie z.B. Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur, CO2, Luftionen, Feinstaub, etc. aktiv in unterschiedliche Unterrichtsgegenstände eingebunden werden.

Ziel ist es, unter Berücksichtigung der bestehenden Möglichkeiten und Gegebenheiten (z.B. Bausubstanz, Heizungssystem, etc.), eine möglichst gute Luftqualität in den Klassenräumen zu erzielen. Zusammenfassend sind dabei anzustrebende Richtwerte angeführt:

  • Ein CO2-Gehalt unter 1.000 ppm – der CO2-Gehalt gilt dabei als Indikator für frische, schadstoffarme Luft (der Belastungsrichtwert für Schulinnenräume liegt bei 1.500 ppm)
  • Eine Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad
  • Eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 %
  • Ein Luftionenwert von über 1.000 Luftionen pro cm³

Des Weiteren sind Feinstaubquellen zu minimieren und Luftzug möglichst zu vermeiden.

Information für Schulleitungen und für Lehrer/innen unter:
www.meineraumluft.at