Gesunde Umwelt

Österreichischer Aktionsplan für eine Gesunde Umwelt für unsere Kinder

Kinder bedürfen aufgrund ihres noch in Entwicklung befindlichen Organismus eines besonderen Schutzes vor Umweltbelastungen und -gefahren. Für Österreichs Umwelt- und Gesundheitspolitik ist daher eine gesunde Umwelt ein wichtiges Anliegen. Während früher die Gesundheit von Kindern primär durch Infektions- und Mangelkrankheiten bedroht war, treten heute andere umweltbedingte gesundheitliche Risiken, wie beispielsweise Schadstoffbelastungen, Unfallgefahren und Bewegungsmangel in den Vordergrund.

Die Schaffung einer kindgerechten Umwelt stellt daher neue Herausforderungen dar. Besonderer Bedeutung wird dabei der Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern in den verschiedenen Lebensbereichen – etwa im Verkehr, bei der Siedlungsplanung, in der Chemiepolitik, in der Unfallverhütung oder der Gesundheitsförderung – beigemessen.

Mit dem Kinder-Umwelt-Gesundheits-Aktionsplan für Österreich, der auf Initiative des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) und des ehemaligen Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), nun Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (BMGF) unter Einbeziehung vieler kompetenter Stellen, ExpertInnen und AkteurInnen erarbeitet wurde, werden die Ziele und Maßnahmen für eine gesunde Umwelt für unsere Kinder formuliert und die Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kinder in den Mittelpunkt gestellt. Einen besonderen Stellenwert bei der Erarbeitung und Umsetzung des Aktionsplans hatte bzw. hat die begleitende Jugendbeteiligung.

Mit diesem Aktionsplan werden die Beschlüsse der Umwelt- und Gesundheitsministerkonferenz der WHO aus dem Jahre 2004 > „Die Zukunft unseren Kinder“ und die Empfehlungen des > „Kinder-Umwelt Gesundheits-Aktionsplans für Europa (CEHAPE)“ umgesetzt. Ausgehend von einer Bestandsanalyse enthält der Aktionsplan Maßnahmenvorschläge in den von der WHO vorgegebenen vier Handlungsprioritäten:

I. Sicherstellung der Versorgung mit sauberem Wasser und guten sanitären Verhältnissen

II. Unfallverhütung und Sicherstellung von ausreichender körperlicher Bewegung von Kindern durch eine kinderfreundliche Stadt- und Verkehrsplanung

III. Sicherstellung von sauberer Außen- und Innenraumluft

IV. Verhütung von Belastungen durch gefährliche Wirkstoffe

Die Handlungsempfehlungen folgen einem ganzheitlichen Ansatz und reichen von der Wasserreinhaltung und zur Bewusstseinsbildung für das wertvolle Gut „Wasser“, von der verstärkten Unfallprävention und Rücksichtnahme auf Kinder durch eine kinderfreundlichere Verkehrsorganisation und Siedlungsgestaltung bis hin zur Forcierung der mit körperlicher Bewegung verbundenen Mobilität zu Fuß und per Rad. Sie umfassen Empfehlungen zur Luftreinhaltung und Emissionsreduktion sowie zur Verbesserung der Innenraumluft wie etwa durch Einschränkung des Rauchens ebenso wie die Berücksichtigung des besonderen Schutzbedürfnisses von Kindern in der Chemiepolitik. Lärmschutz und Lärmbekämpfung sowie der Einsatz für saubere, erneuerbare Energien, die Reduktion der Radon-Belastung und ein vorsorgeorientiertes Vorgehen bei Belastung durch elektromagnetische Felder sind weitere Handlungsfelder.

Unter den nachfolgenden Links finden Sie weiterführende Informationen: den > Österreichischen Aktionsplan für eine gesunde Umwelt für unsere Kinder, den Aktionsplan Umsetzungsbericht 2010 für Österreich sowie den anlässlich der vierten Ministerkonferenz zu Verkehr, Umwelt und Gesundheit 2014 erstellten Bericht über Österreichs Beiträge und Initiativen .