Wissenswertes

Buchempfehlungen

Gustav Keller: Psychologie für den Schulalltag, Bern 2011: Verlag Hans Huber.

Täglich sind Lehrerinnen und Lehrer mit einer Vielzahl von Schulproblemen konfrontiert, angefangen bei Lernstörungen über Aggression und Gewalt bis hin zu Unterrichtsstörungen. Um in solchen Problemsituationen zu helfen und künftigen Problemen vorbeugen zu können, ist professionelles, schulpsychologisch fundiertes Know-how nötig. Das Buch vermittelt verständlich und praxisnah Erklärungs- und Lösungshilfen für ein breites Spektrum von Schulproblemen. Der Autor Gustav Keller ist seit 1974 als Schulpsychologe tätig.

 


Joachim Bauer: Lob der Schule, München 2007: Heyne.

„Disziplin ist kein Selbstzweck, sondern ein Nebenprodukt guter Pädagogik“, meint der Autor Joachim Bauer, ein bekannter Psychotherapeut und Autor einiger Bestseller. Bauer macht in seinem Buch deutlich, welche Perspektiven sich für die Lehrer und Lehrerinnen an Schulen aus aktuellen neurobiologischen Forschungen ergeben: Disziplin allein kann nichts ausrichten. Wer in Schüler/innen Motivation und Lust am Lernen wecken will, muss gelingende Beziehungen mit ihnen gestalten können.

 


Dür W., Felder-Puig R. (Hg.): Lehrbuch Schulische Gesundheitsförderung, Bern 2011: Verlag Hans Huber.

Quer durch alle Schulsysteme zeigt sich der Gesundheitsstatus der Schuljugend als problematisch, was mit Bewegungsmangel, falscher Ernährung, Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum einhergeht. Diese Probleme hängen nicht nur mit den Bedingungen der Schule zusammen, sie haben auch Rückwirkungen auf die Schule als Organisation.

Dieses Lehrbuch richtet sich an alle, die sich beruflich, in Studium oder Ausbildung oder in der Praxis mit Schulischer Gesundheitsförderung beschäftigen. Eine Vielzahl von Autorinnen und Autoren aus Österreich, Deutschland und der Schweiz haben dazu einen Beitrag geliefert. Das Buch beinhaltet Ausführungen zu Konzepten und Aktivitäten der Gesundheitsförderung im allgemeinen und der Schulischen Gesundheitsförderung im speziellen. Schulisches Gesundheitsmanagement, gesundheitsförderliches Lehren und Lernen, Ernährung, Bewegung und psychosoziale Gesundheit sind dabei nur einige der Themen, die angesprochen werden. Besonderes Augenmerk gilt auch der Wirksamkeit und Nützlichkeit von schulischer Gesundheitsförderung sowie den entsprechenden Evaluationsmethoden. Außerdem werden aktuelle Ergebnisse präsentiert zur Gesundheit, zum Gesundheitsverhalten und zu den Determinanten der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie zur Gesundheit und den besonderen beruflichen Belastungen der Lehrer und Lehrerinnen. Kontrollfragen und Literaturhinweise zu jedem Beitrag erleichtern die eigenständige Arbeit und fördern die Motivation zur Auseinandersetzung mit dem Thema der Schulischen Gesundheitsförderung.

Die Stärkung von Kindern und Jugendlichen gegenüber Gesundheitsgefahren gehört zu den Kernaufgaben einer modernen Schule. Ihr Zweck bleibt Erziehung und Wissensvermittlung, aber sie kann nur mit gesunden LehrerInnen und gesunden, wohlbefindlichen SchülerInnen funktionieren.

Naidoo J., Wills J.: Lehrbuch der Gesundheitsförderung. Köln 2010: BZgA.

Das Lehrbuch der Gesundheitsförderung ist eine Übersetzung der Neuauflage (2009) des in England bei Lehrenden, Lernenden und Praktikern gleichermaßen populären Buches „Health Promotion – Foundations for Practice“.

Die Neuauflage beschreibt in systematischer und anschaulicher Weise die wichtigsten Grundlagen, Strategien und Methoden der Gesundheitsförderung und bietet den in der Gesundheitsförderung Tätigen einen konzeptionellen Rahmen für ihre praktische Arbeit an. Neu eingeführt wurden in jedem Kapitel Beiträge zu den jeweiligen fachlichen Interpretationen und Erfahrungen der Gesundheitsförderung in Deutschland, ihren unterschiedlichen Organisationsstrukturen, Settingsentwicklungen sowie Akteuren und Akteurinnen.

Dür W.: Gesundheitsförderung in der Schule. Empowerment als systemtheoretisches Konzept und seine empirische Umsetzung. Bern 2008: Verlag Hans Huber.

Empowerment ist ein Schlagwort in der Gesundheitsförderung wie in den aufgeklärten politischen Debatten seit den 1960er-Jahren. Gemeint ist die „Ermächtigung“ jener Bevölkerungsteile, die von sich aus zu keinem selbst bestimmten Leben finden und keinen Einfluss auf ihre Lebensumstände ausüben können. Neben Minderheiten, MigrantInnen, Menschen mit besonderen Herausforderungen oder in unterprivilegierten Lebenslagen sind vor allem Kinder und Jugendliche angesprochen.

Dieses Buch reflektiert die grundsätzlichen Bedingungen schulischer Gesundheitsförderung, ohne vorschnell die üblichen pragmatischen Vor- und Ratschläge zu erteilen. Es verbindet grundlegende Empirie zum Stand der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit einer profunden soziologischen Analyse der Lehr- und Lernprozesse in der Schule.

Um Empowerment als theoretisches und praktisches Konzept für die Schule besser nutzbar zu machen, wird die Stellung der SchülerInnen in der pädagogischen und didaktischen Kommunikation, deren Einfluss auf die Gesundheit und die Bedeutung der Führungsleistung der SchulleiterInnen untersucht. Empowerment wird dabei im Gegensatz zu Trivialisierung und Entmutigung als eine basale Leistung der Schule verstanden.